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C15?

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Oh mann noch ein Anfänger der glaubt, er könnte alles besser!

Das werden jetzt viele denken, vielleicht denken aber auch einige von euch, dass ihr selbst auch ein wenig unzufrieden seid und beim Imkern das Gefühl habt einen Tetrapack mit Opas antiquierten Dosenöffner auf kriegen zu müssen. Die Bienen sind doch immer noch die gleichen wie Früher, auch Blumen gibt es noch und das Ziel guten Honig zu ernten ist doch auch immer noch das selbe. Warum etwas an der Beute oder der Betriebsweise ändern? Jetzt werden einige sagen: Von wegen Die Bienen sind verzüchtet, die Landschaft eine Agrarwüste, Honig allein tut es auch nicht mehr, heute brauchen wir “hippen Bee-juice” und keinen Honig mehr. Irgendwie habt ihr alle recht und dennoch denke ich das was sich am wesentlichsten verändert hat sind unsere Gewohnheiten. Gebt mir einen guten Boden aus Opas Zeiten, unverzüchteten Saatweizen, Pferd, Pflug, Sense… usw. ihr werdet von mir kein Brot bekommen, ich werde froh sein wenn ich selbst nicht verhungern muss. Der Grund ist ganz einfach: Ich bin nicht die Generation meines Opas, ich kann weder mit seinen Lebens- noch mit seinen Arbeitsgewohnheiten etwas anfangen! Warum sollte es bei den Bienen anders sein.

Was will er denn?

1. Ich lebe nicht im Krieg mit der Natur.
Es gibt viele Menschen die denken auf der Wiese findet ein Krieg statt, und meinen nun mit panzergleichem Gerät dorthin ausrücken zu müssen. Was macht ihr Imker?
Ich will einfach nur Bienen haben. Ich will keine Rähmchen ziehen, Drohnen Brut schneiden, Weiselzellen ausdrücken, mir den Rücken verrenken, im Verein mit meinen super Erträgen protzen und den Leuten zeigen was ich nicht für ein doller Kerl bin, wenn ich das letzte bisschen Feingefühl über Board werfe und hemmungslos meine Bienenstöcke ausräubere und am Jahresende als Dankeschön für den Honig, Säure in meine Völker kippe. Ich will nicht so Sachen machen, sagen Ich bin Naturschützer und so blah.. Mist.. und dann Sagen: Bienensterben, dass sind die Anderen. Ich lebe nicht im Krieg mit der Natur, ich verstehe mich als Teil davon. Ich kann das einfach nicht und finde es zum Kotzen. Wer so etwas macht und nichts Schlimmes daran findet, der sollte auch weiter so verfahren. Ich hab da nix dagegen. Mir geht es nicht darum andere Menschen zu missionieren, ich kenn die ja nicht mal alle, aber ich kann und darf von mir sprechen, und kann zeigen wie ich es mache und lade jeden Anderen herzlich ein seine Erfahrungen mit mir zu teilen.

2. Ich lebe in einem Prozess.
Der Wurm der mir die Äpfel vom Baum frisst, ist für mich eben so wenig ein Schädling wie die Varroa Milbe die an meinen Bienen nagt. Ich führe keinen Krieg gegen Schädlinge, für mich ist -der ich die Natur als Prozess erlebe-, das Konzept des Schädlings wenig nützlich. Klar dass ich Äpfel ernten mag und auch Honig, ja meine Bienen sollen um Gottes Willen nicht an den dreck’s Viechern verrecken! Nur kann ich mit Gift, Säure etc. in einem Prozess nichts ausrichten. So lange immer eine stete Kraft entgegen meinen Wünschen arbeitet, wird “Schädlingsbekämpfung” zu einer äußerst teuren und auch anstrengenden Sache. Mein Schlüsselerlebnis hatte ich durch ein total verrücktes Buch “Aufzeichnungen eines Scharlatans” von Scholze, Helmut (Scholli) wirklich was für Spezialisten! In dem Buch schreibt er unter anderem über Schädlinge und erst als ich begriffen hatte, dass der Maiszünsler kein Schädling ist den man bekämpfen muss, sondern ein Mono-Maisfeld nicht dem natürlich -statistischen- Streumusters einer natürlichen Pflanzenbesatzdichte entspricht (Scholli drückt das in seinem Buch ein wenig anders aus), wurde mir klar, dass das was ich einen Schädling nannte, nur eine Verteilungsfunktion ist. Was heißt das in Bezug auf Bienen? Ganz einfach: Die heutige Imkerei passt nicht mehr in unsere Zeit, sie ist Prozessfremd und wird von der Natur gerade umgebaut. Die Bienen werden wohl nicht aussterben, aber ich muss meine Gewohnheiten ändern, oder als Anfänger erst gar keine alten Gewohnheiten annehmen, will ich weiter von dem Feld der Bienen eine Ernte einfahren.

3. Kurzum.
Ich will Bienen halten ohne Stress und Zivilisationskrankheiten. Weder für mich noch für die Bienen und ein bisschen Honig ernten.

Was zum Teufel ist den jetzt C15?

Also spätestens nach dem Buch “HONIGBIENEN Im Mikrokosmos eines Bienenstocks” von Thomas D. Seeley war mir sofort klar, dass es bei der Betriebsweise alleine nicht bleiben wird. So begann ich angestrengt nachzudenken -sieh da es half- und entwickelte eine eigene Beute. Colony 15 oder kurz C15 ist schlicht der Arbeitstitel der Beute, die ich aus verschiedenen selbst entwickelten Entwürfen ausgewählt hatte. Es gibt dazu ein Computermodell und Simulationen (mein Beruf eben).

C15 3D simulation
C15 Nektarsammeln

Auf dieser Internetseite möchte ich Stück um Stück darauf eingehen warum ich die Beute so konstruiert habe, wie sie zu bauen ist, welche meine Betriebsweise ist und vor allem was meine Ergebnisse sind. Ich möchte hier alle anderen “Nestbeschmutzer” herzlich einladen mit zu machen. Schreibt mir Mail an mich.

Was sind meine Ziele?

  • Bienenhaltung ohne Kriegsführung, Honig Ernten ohne zu produzieren.
  • Selbstbewusste und selbst-gesunde Bienenvölker.
  • Imkern ohne mief, ohne Bausparvertrag.
  • Entspannte Wochenenden mit der Nase vor dem Flugloch und nicht im Bienenstock.

C15 Betrieb

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