Unkategorisiert

Was hilft's, wenn sie verhungern

Flaschen-Fütterer

Füttern warum?

In der naturnahen Bienenhaltung sind Fütterungen eigentlich nicht erwünscht. Jede Fütterung -wenn auch noch so gut gemein- stellt einen massiven Eingriff in das Bienenleben dar. Fütterung kann den Bienen eine Tracht vorgaukeln (Reizfütterung) und so zu einer außerordentlichen “Vermehrung” von Sammlerinnen führen. Das kann zur Vernachlässigung der Brut führen aber auch bei abruptem Ende der Fütterung zu einem Haufen arbeitsloser Bienen, sofern nicht ausreichend Tracht vorhanden ist oder unzureichendes Flugwetter. Ist die Zuckerkonzentration im Futter zu niedrig, wird viel Energie in die Trocknung des Futters investiert werden müssen, die Luftfeuchte steigt im Bienenstock an, die Pilze freuen sich. Ist die Futter Konzentration zu hoch kann dies zu Wassermangel führen. Trotz den Schwierigkeiten, kann eine Fütterung überlebenswichtig sein. Früher waren es vereinzelt Jahre mit schlechtem Wetter, verregnete Trachten etc., heute scheint es zur Regel zu werden, zumal wenn zwar schon eine gute Tracht vorhanden ist, diese jedoch wenig Wert hat, da der Zuckergehalt in den Blüten stetig sinkt. Wer sieht wie bei bestem Wetter und scheinbar guter Tracht, ein drei Kilo Schwarm leere Futterwaben hat, der muss sich schon fragen was da los ist. Da hilft mir der Gedanke durch naturnahes Imkern gesunde Völker heran zu ziehen wenig, wenn sie mir im Juni verhungern. Vielleicht ist es nur eine Phase: Klimawandel, Pflanzen die sich erst anpassen müssen, oder es ist ein verfluchtes Gift, welches die Nährstoffaufnahme von Pflanzen hemmt und überdies hemmungslos in der Landschaft versprüht wird. Ich kann’s nicht sagen, nur wenn ich jetzt nicht füttere kann ich am Jahresende nur tote Bienen ernten.

Kurz zum Wasser:

Nach Untersuchungen von Genrikh und Simpson verdünnt die Biene Zuckerlösungen > 50% im Honigmagen bzw. entzieht Lösungen < 50% Wasser. Bienen scheinen eine Affinität zu einer 50%igen Lösung zu haben. Deswegen kann ein Zuckergehalt > 50% bei schlechtem Flugwetter zu Wassermangel führen, da die Bienen kein Zusätzliches Wasser zum Verdünnen von Außen beibringen können.

Wasserbedarf eines Durchschnittsvolkes nach Bloedorn 1971:
Wasserbedarf eines Durchschnittsvolkes nach Bloedorn 1971

Kurz zum Zucker:

Wenn ich hier vom Zucker schreibe, so meine ich ganz normalen Kristallzucker (Saccharose). Wer ApiInvert Fertigsirup oder etwas Vergleichbares verwendet (Saccharose, Fructose und Glucose), hat es in der Regel mit einer 70%igen Lösung zu tun. Dann entspricht ein Liter, einem kg Futter (auf Kristallzucker bezogen). So kann ein kg Zucker in der Tabelle durch 1 Liter Apiinvert ersetzt werden. Zur Angabe “Futter “ sei noch angemerkt: Ist die Rede von kg Futter, so ist nicht 1 kg irgend einer Zuckerlösung gemeint, sonder so viel Liter Lösung wie ein kg Zucker enthält! Die Angabe von Futter in Litern hingegen ist ohne eine Konzentrationshinweis in % völlig nutzlos!

Rechnung:

Zuckerlösung
Wer es lieber Wissenschaftlicher möchte: Um eine 1-molare wässrige Zuckerlösung herzustellen: 1 mol Zucker in 1 Liter Wasser lösen. Molare Masse von Zucker (C12H22O11) = 342 g/mol.
Zucker Verdünnung

Wie Füttere ich mit C15?

Für die C15 Beute habe ich zwei Wege um zu füttern:
1. Flaschenfütterer
2. Futtertrog

1. Flaschenfütterer:

Flaschen-Fütterer
Fütterer gibt es wie Sand am Meer, und manchmal tut es auch ein alter Eimer gefüllt mit Sirup und Korken (Imker sind midestens so erfinderisch wie geizig). Unten auf dem Bild ist der der Flaschenfütterer Marke Eigenbau zu sehen, die Beute dazu ist leider ein Prototyp-Wetter-Opfer darum die vielen Gurte.

Flaschen-Fütterer im Einsatz

Das Prinzip des Flaschenfütterer ist ganz einfach: Es kann nur soviel Flüssigkeit aus der Flasche entweichen wie Luft im Gegenzug einströmt. Es kann nur so viel Luft einströmen, wie Flüssigkeit von den Bienen getrunken wird. Der Unterdruck in der Flasche hält die Futterlösung zurück und die Auftriebskräfte der Luft in der Futterlösung sorgt für Luftnachschub in der Flasche, sobald sich die Futterrinne leert.

Flaschen-Fütterer

Vor- und Nachteile Flaschenfütterer:

Ein Vorteil ist sicher die einfache Handhabung. Mann kann die Flaschen vorbereiten (1 oder 2 Liter Flaschen) der Wechsel geht sehr schnell. Die Bienen akzeptieren das Futter sofort, Futter unterhalb des Brutnestes wird ohnehin gleich weggeschafft.
Von Nachteil ist das das Futter nahe am Flugloch ist, das könnte im Herbst zu Räuberei führen, wir werden sehen.

2. Der Futtertrog:

Der Futtertrog ist im Grunde eine Variation der Warré Futterzarge, welche es mittlerweile auch für Dadant und Zander gibt. Das Futter wird auf einem Deckel mit Loch über den Bienen gesetzt. Duch das Loch gelangen die Bienen in den Futtertrog.

Trog-Fütterer im Einsatz

Von Vorteil ist das er eine Menge Futter fassen kann (1 bis 4 Liter), Befüllen ohne Bienenkontakt, er einen eigenen Deckel hat um Futtergerüche zu minnimieren. Diese Art der Fütterung ist auch besser im Punkte der Räuberei, da das Futter weit vom Flugloch entfernt ist. Nachteile gibt es auch: Es ist schon ein rechtes Plastik kfrast was es zu kaufen gibt. Einen transparenten Fütterer (eBay) aus Englang wollten die Bienen garnicht erst annehmen, zwei Bienen die es hinenein geschafft hatten warem kurz vor dem Ertrinken. Das Plastik ist zu rutschig für die Bienen. Ers nach dem ich ihn innen mit Wach bepinselt hatte, kamen die Bienen damit zurecht. Den gelben eckigen Fütterer von Imgut® (Holtermann) kann ich hingegen empfehlen.

Trog-Fütterer nah

Dann hoffe ich mal das das nicht zur Regel werden wird….

Teilen